Saisonzusammenfassung Leichtathletik 2020

Wintersaison 2020
Wie jedes Jahr bildete das Hallenmeeting in Zürich den Startschuss der Leichtathletiksaison der KTVler.
Am 11.01.2020 reisten Alessia Omlin und Sarina Ammann nach Zürich um sich das erste Mal im Jahr mit dem nationalen Teilnehmerfeld zu messen.
Die beiden starteten in ihren jeweiligen Paradedisziplinen. Sarina konnte im Hochsprung einen soliden Saisonstart mit übersprungenen 1.55m erzielen.
Alessia zeigte sich im Sprint über 60m mit 8.07s sehr stark. Dies war ihr schnellster Saisonstart und versprach eine erfreuliche Saison 2020.

Einen Tag später starteten die jüngeren Athletinnen Alina Motzer und Lara Sgier das erste Mal in der Kategorie U18. Für sie bedeuteten die VLV Hallenmehrkampfmeisterschaften in Dornbirn den Auftakt in die neue Saison. Lara konnte den quasi Heimvorteil am besten nutzen und lief mit 11.24s eine neue persönliche Bestleistung über die 60mH. Ebenfalls am Start war Mauro Hutter, der gleich zwei neue Persönliche Bestleistungen mit nach Hause nehmen konnte. Einmal im Kugelstossen und über die 60m, was ihm auch den 4. Schlussrang brachte.

Für Sarina und Alessia ging es als nächstes nach St. Gallen. Sarina startete für einmal nicht im Hochsprung, sondern im Weitsprung. Sie zeigte, was für Potential auch in dieser Disziplin in ihr steckt und lieferte mit 4.92m einen guten Saisoneinstieg. Auch Alessia konnte die gewünschten Resultate abliefern. Mit 8.01s über die 60m konnte sie sich nicht nur den 2. Schlussrang sichern, sondern egalisierte damit auch den 8-jährigen Vereinsrekord.

Als nächster Stopp der Wintersaison standen die Hallenmeisterschaften in Dornbirn auf dem Programm. Sarina startete gleich in 3 Disziplinen und überzeugte in allen. Im Hochsprung ging sie mit übersprungenen 1.65m als Siegerin hervor. Im Weitsprung konnte sie sich zur vorherigen Woche in St. Gallen auf 5.09m steigern. Zudem startete sie seit langem wieder einmal über die 60m Hürden und schnappte sich mit 10.00s gleich noch den Vereinsrekord von ihrer Schwester und Trainerin Rebecca. Alessia verpasste eine neue persönliche Bestleistung über 60m nur um 5/100. Im Gegensatz zu Julia Stieger, die über dieselbe Distanz ihre Bestleistung gleich 2x auf 8.58s bzw. 8.51s verbesserte.

Die Hallen Schweizermeisterschaften der Aktiven in St. Gallen bildeten den Hallensaisonabschluss von Sarina. Dank ihrer super Hürdenvorstellung in Dornbirn konnte sie sich die Limite für den Start an der SM schnappen. Dort gelang ihr wiederum eine neue PB und eine erneute Verbesserung des Vereinsrekordes. Im Hochsprung reichten ihre übersprungenen 1.68m für Rang 8.

Für die Jüngeren bildete am selben Tag die Rheintaler Hallenmeisterschaften in Widnau den Saisonabschluss. Dort konnten Ally Swart, Nala Preisig und Joline Simmons erste Wettkampferfahrungen bei den U16 Kategorien sammeln. Joline erreichte sogar einen Top 10 Platz. Alina und Lara starteten ebenfalls in Widnau, jedoch eine Alterskategorie älter und erreichten die hervorragenden Plätze 2 und 4.

Alessias Highlight und Saisonabschluss fand eine Woche später statt. Die Hallennachwuchs-Schweizermeisterschaften in Magglingen. Es wurde ein langer Tag für Alessia, denn aufgrund von technischen Problemen mit der Zeitmessanlage wurden die 60m Sprints mit einer Verspätung von 7h gestartet. Alessia konnte mit der Situation gut umgehen und sicherte sich einen Platz im B-Final, aus welchem sie sich den 6. Rang und somit den 14. Schlussrang mit nach Hause nehmen konnte.

Zwischensaison und Coronapause

Dann kam Corona und stellte auch unser Leichtathletiktraining auf den Kopf. Die Sportanlagen durften nicht mehr betreten werden, der Kraftraum wurde geschlossen und es war enorme Kreativität gefragt. Dank grossem Einfallsreichtum der Trainer konnte selbstständig, nach einem angepassten Trainingsplan, trainiert werden.

Sommersaison 2020

Sarina startete in die von Swiss Athletics lancierte Jump-Event Tour in Schaffhausen. Ende Juni konnte sie dort 1.60m überspringen. Es folgten Wettkämpfe in Aarau und Rotkreuz mit 1.65m.

Die jüngeren Athleten starteten ebenfalls in Schaffhausen in die Wettkampfphase nach der Coronapause. Auf der wahrscheinlich schönsten Leichtathletik-Anlage bei bestem Wetter konnten die Athleten einige gute Resultate mit nach Hause nehmen. Alina blieb im Weitsprung mit 4.79 nur wenige cm unter ihrer Bestleistung. Mauro zeigte seine Vielseitigkeit und startete gleich in drei Disziplinen. Während die Leistungen über 60m Sprint und der Weitsprung eher verhaltener waren, gelang ihm über die 80m Hürden ein Exploit. Mit der Zeit von 14.38s schaffte er sogar den Sprung in die Top 30 der CH-Bestenliste in seiner Alterskategorie.

Nach deutlich weniger Wettkämpfen als gewöhnlich kam auch schon die Nachwuchs Schweizermeisterschaft in Frauenfeld Mitte August. Wie viele Athletinnen vermisste auch Sarina die Wettkampferfahrung. Mit 1.62m im Hochsprung konnte sie sich dennoch den guten 5. Platz sichern. Leider hatte sie danach immer wiederkehrende Probleme mit ihrem Fuss und musste deshalb die spezielle Saison frühzeitig beenden.

Lara und Alina vertraten am 12.09.2020 in Schaan den KTV Oberriet seit langem wieder einmal im Speerwerfen. Beide erreichten sehr gute Resultate für das erste Mal. Lara hat sich zudem im Weitsprung auch eine neue Bestleistung mit 4.60m ergattert. Zudem debütierte Lara im 200m und zeigte mit 30.35s Potential. Alina zeigte über die halbe Distanz ebenfalls eine solide Leistung und blieb mit 14.02 nur knapp nicht unter der 14 Sekundengrenze.

Als Saisonabschluss starteten Lara, Alina und Mauro bei winterlichen Temperaturen an den Bünder Meisterschaften in Chur. Mauro stoss seine Kugel so weit wie noch nie auf 8.21m. Das bedeutet Platz 3 in der vereinsinternen Bestenliste mit einer Kugel dieses Gewichts. Mit 8.88s erreichte er über 60m sogar einen Finalplatz, musste dann aber leider Forfait geben, da die Temperaturen doch zu kalt waren.

Trotz aussergewöhnlicher Saison kann auf gute Resultate zurückgeblickt werden. Herzliche Gratulation allen Athleten zu den tollen Leistungen.

Wie jedes Jahr ging es zum Abschluss ins Thermalbad Bad Ragaz, um die strapazierten Muskeln zu regenerieren und auch die Batterien für eine hoffentlich wieder normale Saison 2021 zu füllen.

Ein grosser Dank geht an die Trainer Rico Wüst, Raphael Ammann und Rebecca Ammann, die grosse Teile ihrer Freizeit auf dem Sportplatz verbringen und es den Athleten ermöglichen, ihre Passion auszuleben.